Zukunftschance Bildung

Die FWG Stadt Konz e.V. möchte die Begriffe Bildung und Gerechtigkeit mit Inhalt füllen, damit es nicht bei Worthülsen bleibt. Hier gilt es auszuloten, welche Möglichkeiten einem Träger bzw. einer Stadt zur Verfügung stehen, diesem Anspruch gerecht zu werden. 

Folgendes Zitat vom amerikanischen Philosophen und Pädagogen John Dewey sollte uns alle motivieren – zum Nachdenken und Handeln:

„Demokratie muss in jeder Generation neu geboren werden und Bildung ist die Hebamme“

Bildung beginnt mit den ersten Schritten, über den Kindergarten, die Schulen und die weitere berufliche Ausbildung. Daneben ist Bildung aber auch ein lebenslanger Prozess, der ein stimulierendes Umfeld benötigt.

Zur Bildungslandschaft in Konz gehören nicht nur die Kindergärten und Schulen, sondern auch unsere Museen, unsere Bibliothek, die Volkshochschule, Junetko (Jugendnetzwerk Konz e.V.) und die unzähligen Vereine, die Jung und Alt motivieren, ihr Leben und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Der FWG Stadt Konz e.V. wird es ein Bedürfnis sein dafür zu sorgen, dass unsere Bildungseinrichtungen und Vereine Rahmenbedingungen vorfinden, die möglichst optimal sind.

Die Zukunft beginnt in den Kindergärten und Schulen. Von daher müssen wir genau dort ansetzen, um den Begriff Chancengerechtigkeit mit Leben zu füllen.

„Die Faktoren Glück oder Pech spielen eine zu große Rolle in den Bildungslaufbahnen von Menschen“

Welche Faktoren bestimmen über den Bildungserfolg? Die Lehrkraft, die Schule, das Wohngebiet, die Stadt, das Land, die Familie, der soziale Status? Viele Rahmenbedingungen spielen eine Rolle und sicherlich wird es nicht gelingen, alle negativen Einflüsse zu eliminieren. Was kann ein Schulträger (die Stadt oder Kommune) aber tun, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Bildungskarriere eines Kindes möglichst erfolgreich verläuft? Folgend einige Umsetzungsmöglichkeiten:

  • Durch eine gute Kommunikation mit den Schulen kann verhindert werden, dass an den Grundschulen einer Stadt bis zu drei unterschiedliche Schriften vermittelt werden (Lateinische Ausgangsschrift, Vereinfachte Ausgangsschrift und die Grundschrift). Dies ist besonders problematisch, wenn ein Kind innerhalb der Stadt umzieht. Die Hoheit dieser Entscheidungen liegt bei den Gesamtkonferenzen der jeweiligen Schulen.
  • Welche Hebel kann ein Schulträger nutzen, damit der Unterrichtsausfall in einer Stadt reduziert wird, obwohl dies Aufgabe des Landes Rheinland-Pfalz ist? Die Versorgung mit den sogenannten Lehrerwochenstunden (LWS) hängt teilweise vom Profil der Schule ab. Ganztagsschulen und Schwerpunktschulen werden besser versorgt und bekommen auch Eigenmittel zur Verfügung gestellt, damit Unterrichtsausfall verhindert werden kann. Hier ist Konz schon recht gut aufgestellt, aber es gibt noch Optimierungsbedarf.
  • Menschen motivieren, sich für wichtige Berufe des öffentlichen Lebens zu interessieren. Ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) in den Bereichen Kita, Schule, Pflege und Verwaltung anbieten und damit die Basis für mehr Fachkräfte in diesen Berufsfeldern legen. Dadurch können auch temporär Betreuungslücken im Bereich von Kitas und der Schulen kompensiert werden. Daneben steht die FWG Stadt Konz e. V. in der Verantwortung Sorge zu tragen, dass die Betreuungsangebote an Kitas und Schulen weiter ausgebaut werden.
  • Mehr Menschen motivieren, sich als ehrenamtliche „Lern- und Lesepaten“ zu engagieren. Stichwort: Generationen im Miteinander
  • Den Ganztag oder auch Betreuungsangebote durch zusätzliche Angebote aus der Wirtschaft und verschiedenen Einrichtungen stimulieren (Stichworte: Handwerk, regenerative Energien, Waldprojekte…)

Viele dieser Ideen und Angebote können durch eine geschickte Moderation und Vernetzung durch den Schulträger umgesetzt werden. Als wichtiger Kooperationspartner dient dabei die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung.

„Demokratie und Partizipation sind wesentliche Begleiter einer guten Bildung“

Die Demokratien der Welt stehen nicht mehr auf dem sicheren Fundament wie noch vor einigen Jahren. In vielen Ländern beginnt es damit, dass die Pressefreiheit eingeschränkt wird und folgend auch immer mehr Menschenrechte (z. B. Russland, Hongkong, VR China, Türkei…).

Von daher ist es für uns wichtig, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig mit den Instrumenten der Demokratie in Kontakt kommen und dadurch die Möglichkeit erhalten mitzubestimmen, mitzugestalten und sich zu beteiligen. Dadurch nehmen sie an gesellschaftlichen Prozessen teil (Partizipation).

Eine frühe Heranführung an Demokratie und Partizipation können gerade in der Kinder- und Jugendarbeit folgende Instrumente sein:

  • Klassenrat
  • Schülerparlament
  • eventuell sogar eine Schulvollversammlung
  • Jugendparlament (gibt es in vielen Städten)

Es reicht aber nicht aus, diese Instrumente einzuführen. Es muss auch gewährleistet werden, dass in Teilbereichen Entscheidungskompetenzen überführt werden. Nur dann wird der Sinn von Demokratie und Partizipation auch erkennbar.

 

Für die Menschen – Für unsere Stadt

FWG – eine gute Wahl